Das Wichtigste auf einen Blick
- Ein CMS trennt Inhalte vom Layout: Texte, Bilder und Medien können ohne Programmierkenntnisse gepflegt werden
- WordPress, Typo3, Joomla und Drupal sind die bekanntesten Open-Source-CMS
- CMS-Inhalte lassen sich von jedem Gerät mit Browser bearbeiten, ortsunabhängiges Arbeiten inklusive
- Workflow-Management ermöglicht die Zusammenarbeit mehrerer Autoren mit klaren Freigabeprozessen
Inhaltsverzeichnis
Da wir mittlerweile einen Großteil unserer Projekte mit sogenannten Content-Management-Systemen (kurz CMS) umsetzen, möchten wir heute einen kurzen Einblick geben, um was es sich dabei eigentlich konkret handelt.
Die Vorgeschichte
Das Internet wie wir es heute kennen, ist das größte Medium der Gegenwart. In den letzten Jahren entwickelte sich das World Wide Web immer stärker zu dem Massenmedium wie wir es mittlerweile kennen. Vergleicht man die Nutzerkreise und die Art wie die Menschen mit dem Internet heute umgehen, mit den Anfängen der 90er Jahre, so fällt auf, dass wir es mittlerweile verstärkt als virtuellen Treffpunkt (Soziale Netzwerke), Marktplatz (Webshops) und als Ort der Darstellung und Präsentation (Firmen- oder Privatwebseiten) nutzen.
Diese Entwicklung führt zwangsläufig zu einer immer größer werdenden Dominanz von Webanwendungen. Für Firmen, Verlage, Nachrichtenagenturen, sowie Gewerbetreibende, führt heute kein Weg mehr an einer Internetpräsenz vorbei. Es ist in den meisten Fällen die erste Anlaufstelle für einen Interessenten, sich Informationen einzuholen.
Allgemeine Anforderungen an Webseiten haben sich im Laufe der Jahre grundlegend verändert. Herkömmliche Web-Publishing-Methoden, wie der Aufbau von Webseiten mittels konventionellen Editoren, reichen heute nicht mehr aus, um den Ansprüchen gerecht zu werden. Dynamik ist ein außerordentlich wichtiger Punkt im modernen Webdesign: Die Verwaltungsanforderungen an große Webseiten mit unzähligen Einzelseiten, sowie die vereinfachte Handhabung für Nutzer ohne große Fachkenntnisse war es, die dazu führte, dass eine neue Art von Software entstand, die Content-Management-Systeme.
Wie definiert sich ein CMS?
Bei einem CMS, dem Content-Management-System, handelt es sich grob gesagt um eine Software, die zur gemeinsamen Verwaltung und Erstellung von Inhalten zumeist für Webseiten eingesetzt wird. Diese Inhalte (Content) können sowohl aus Texten, sowie Multimedia-Dokumenten wie Videos, Bildern oder Musik bestehen. Der wesentliche Vorteil an solchen Systemen besteht darin, dass der Autor auch meist ohne Programmierkenntnisse den Inhalt auf der Webseite ändern kann. Hierfür wird bei den meisten Systemen mit einer grafischen Benutzeroberfläche gearbeitet, dem sogenannten Backend.
Da CMS in der Regel auf Webserver, die bestimmte Anforderungen erfüllen müssen, installiert werden, ist man bei der Nutzung nahezu komplett unabhängig. So können Inhalte von jedem Computer auf der Welt, der über einen Internetanschluss und einen Webbrowser verfügt, eingepflegt und verwaltet werden. Das erleichtert das redaktionelle Arbeiten besonders bei großen komplexen Internetseiten.
Einsatzgebiete eines CMS
Die Aufgabenbereiche eines CMS können in verschiedene Bereiche gegliedert werden. Ein ausschlaggebender Punkt hierbei ist die klare Trennung zwischen den Inhalten und dem Layout. Das führt dazu, dass Inhalte durch ein CMS in der Regel in verschiedenen Medien wiedergegeben werden können. So besteht beispielsweise die Möglichkeit, einen Artikel im PDF-Format anzeigen zu lassen, um diesen anschließend ausdrucken zu können.
Der wesentliche Aspekt bei der Betrachtung eines CMS ist jedoch die Organisation der Inhalte. Denn diese können, je nach eingesetztem CMS, ganz unterschiedlich strukturiert sein. Die meisten CMS nutzen allerdings die Kategorisierung für eine saubere Menüstruktur. Anhand der Kategorien können Inhalte leichter zugeordnet und gefunden werden, zusätzlich werden sie mit Stichworten für die Suchfunktion versehen. So ein System sorgt für eine klare Linie und eine leichte Navigation, auch bei großen komplexen Webseiten mit vielen Inhalten.
Je nachdem, ob mehrere Personen an einem Inhalt gemeinsam oder getrennt arbeiten, ist der Einsatz eines Workflowmanagement empfehlenswert. Hierbei handelt es sich um einen redaktionellen Handlungsablauf, bei dem der Content durch verschiedene Autoren bearbeitet und dementsprechend gekennzeichnet werden kann, bis der Verantwortliche (meist der Administrator) der Webseite den Beitrag freischaltet. Solch ein System hat den Vorteil, dass die Qualität des Contents durch mehrere Abteilungen hinweg geprüft und verbessert wird.
Bekannte Open-Source-CMS
Zu den bekanntesten Open-Source-CMS zählen WordPress, Typo3, Joomla! und Drupal. Hier können Sie die jeweiligen Systeme kostenlos von den offiziellen Seiten herunterladen und selbst ausprobieren: